Welches Holz - Welcher Sound?

Aloha, in diesem Blog beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Holzsorten, aus denen eine Ukulele gebaut werden kann. Welches Holz ergibt welchen Sound und in wie weit unterscheiden diese sich. Dies klären wir nun.

Nahezu jede Ukulele ist aus Holz oder zumindest sieht es so aus. Dabei unterscheidet man zwischen massivem Holz und Laminat. Dieser Unterschied ist auch deutlich hörbar.

Laminat:

Die Fertigung von Instrumenten aus Laminat ist für die Hersteller kostengünstig und die Bauweise ist stabil. Das ist zum Beispiel für Schränke gut, jedoch für den Klang unserer Instrumente nicht so vorteilhaft. Meistens bekommt man Instrumente aus Massivholz erst ab dreistelligen Beträgen, oft trifft man daher eine Mischform an. Dabei ist die Decke massiv, die Seiten und Boden sind jedoch noch laminiert.

Aber was macht den Unterschied?

Die Decke des Instruments ist im Grunde eine Membran, sie überträgt die Saitenschwingung in hörbaren Klang. Für die Frequenzen bilden sich auf der Decke Schwingungsfelder. Dazu muss die Membran jedoch schwingen können.
Gesperrtes Holz, also mehrere Schichten aufeinander, ist aber eher starr und schwingt nicht so gut. Trotzdem können laminierte Ukulelen, wenn sie nicht zu dick gebaut sind (vor allem die Decke) auch ganz gut klingen. Normalerweise klingen sie alle recht ähnlich. Die besonderen Klangcharakteristika der einzelnen Hölzer treten hier kaum auf.

Außerdem können sie sehr schön aussehen, wenn das Holz der Oberfläche gut gewählt ist (siehe Bild 1). Spielt ihr eine nicht so teure Ukulele könnt ihr trotzdem großen Spaß haben, es liegt an Euch!

Bild 1

Massiv Holz:

Bei Ukulelen aus massiven Hölzern ist meistens die Qualität der übrigen verwendeten Materialien auch sehr gut. Steg und Sattel sind dann oft aus Knochen, die Bünde ideal justiert und die Mechaniken sehr genau. Das Aussehen des Holzes gibt zwar nicht unbedingt Auskunft über den Klang, aber eine schöne Ukulele ist eine schöne Ukulele (!).

Verschiedene Hölzer:

Instrumente aus Hawaii sind normalerweise aus Koa gebaut, eine Akazienart, die nur dort so heißen darf. Natürlich gibt es verschiedene Qualitäten (siehe Bild 2 & Bild 3). Der Klang ist offen und warm.

Mahagoni gibt einen eher dunklen und etwas kürzeren Klang (siehe Bild 4), Ahorn mit Fichtendecke klingen in dieser Kombination hell und klar (siehe Bild 5). Oft wird Fichtendecke auch mit Palisander kombiniert. Dies ist auch bei Gitarren üblich. Die Ukulele klingt von daher klar und lange nach, hat aber nicht den Ukulelen-typischen mittigen Sound.

Bild 4

Manchmal werden auch Zederndecken verwendet, die reagieren sehr schnell und bullig. Weitere Hölzer wie Mango, Weide, Zebra usw. finden ebenfalls Verwendung.

Bild 5

Worauf muss ich achten?

Zuerst muss der Klang mir mal gefallen, quasi Liebe auf den ersten Sound… Singt sie so, wie ich es mir vorstelle? Entweder haben Instrumente eine schnelle Ansprache und „gehen gut los“ oder sie haben einen langen Nachklang (Sustain).

Das erste ist gut für Akkordspiel/Strumming, das zweite für Solospiel/Fingerstyle.

Was mag ich lieber und wie sind die Klangeigenschaften ab dem 7. Bund. Auch wenn ihr da möglicherweise noch nicht allzu oft seid, kann sich das mal ändern. 
Meine hawaiianischen Koas verbinden schnelle Ansprache; Wärme und Nachklang, sie sind von Hand gebaute Meisterinstrumente. Aber auch meine 1970er Mahagoni-Martin, die spätere Iz-Serie, ist warm und direkt, allerdings sind die Töne kürzer.

Bild 6

Ihr könnt auf dem Bild sehen, dass sie nicht gerade spektakulär aussieht, doch sie klingt so. Die kleine Ko’Aloha (Bild 6) ist die lauteste im Bunde, sie ist absolut überragend für diese Größe. Die Werkstatt hat ein besonderes System um eine hohe Stabilität zu erreichen. Dadurch können die Hölzer relativ dünn verarbeitet werden, das macht den großen Klang.

Die Klangcharakteristik der einzelnen Hölzer bleibt übrigens bei den verschiedenen Größen gleich.

So, welche ist eure?

Was wünscht ihr euch? Glücklicherweise bleibt es in der Regel nicht nur bei einer Ukulele… Bei Festivals trifft man sich und kann sich über Instrumente austauschen und auch probieren, oft gibt es Verkaufsausstellungen mit vielen guten Instrumenten in unterschiedlichen Preislagen, hier kann Mann und Frau perfekte Infos und Eindrücke sammeln.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Einblicke geben und zum Durchblicken anregen…Habt Ihr schon den Newsletter bestellt? Ich würde mich freuen, wenn wir unsere Infos mit euch teilen könnten!

Wenn Ihr Fragen habt, die ich hier Blog behandeln kann, bitte stellt sie hier.

Aloha, euer Frank